In Aktien investieren 2019 ?

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Niedrigzinsen: Aktien als Lösung für Sparer?

Aktien gehören Deutschland definitiv nicht zu den beliebtesten Anlageprodukten. Im Gegensatz zu anderen Ländern haben hierzulande nicht einmal 25 Prozent aller Anleger die Wertpapiere im Depot. Selbst bei langfristigen Sparplänen, spielen Aktien trotz vieler Pro-Argumente leider nur eine geringe Rolle.
Ein Grund dafür ist, dass zahlreiche Bundesbürger der Auffassung sind, dass Aktien sehr risikoreich sind und im Grunde nur für eine Spekulation genutzt werden können.
Darüber, warum dies so pauschal jedoch nicht der Fall ist und warum Aktien durchaus eine sinnvolle Kapitalanlage mit guter Rendite sein können, möchten wir Sie im Folgenden Beitrag informieren.

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Deutsche besitzen Aktien oder Fonds
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Deutsche besitzen Aktien

Was sind Aktien?

Rechtlich betrachtet sind Aktien zunächst einmal Anteilscheine, die von der Aktiengesellschaft ausgegeben werden. Mit dem Erwerb wird der Aktionär zum Miteigentümer des Unternehmens und er kann seine Stimmrechte mindestens einmal jährlich auf der stattfindenden Hauptversammlung ausüben und damit – zumindest zu einem kleinen Teil – Entscheidungen im Unternehmen beeinflussen. Für die meisten Anleger ist allerdings nicht dieser rechtliche Aspekt von Bedeutung, sondern die Tatsache, dass Aktien zu den rentabelsten Anlageformen zählen. Gewinne lassen sich insbesondere in Form von Kursgewinnen erreichen, aber auch die Dividende ist mittlerweile ein wichtiger Faktor bei der Wahl der Aktien geworden. Die meisten Wertpapiere dieser Art können an der Börse gehandelt werden, aber auch der außerbörsliche Handel ist mittlerweile bei zahlreichen Anlegern beliebt.

Abhängig davon, um welche Aktien es sich handelt, gibt es zusammengefasst die folgenden drei Ertragsarten:

  • Kursgewinne
  • Dividenden
  • Währungsgewinne

Das Problem der Deutschen mit Wertpapieren

Eine interessante Frage ist sicherlich, warum deutsche Anleger relativ wenig Interesse an Aktien haben. In den Vereinigten Staaten ist es nämlich beispielsweise so, dass durchschnittlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung die Wertpapiere im Depot hat und Aktien sogar ein Teil der Altersvorsorge sind. Experten erklären die Tatsache, dass die Bundesbürger definitiv nach wie vor Aktienmuffel sind, vor damit, dass die Anleger hierzulande im internationalen Vergleich sehr sicherheitsorientiert sind. Aktien gehören nun einmal – zumindest auf dem Papier – nicht die Sicherheit garantieren, die Sie zum Beispiel beim Tagesgeld, beim Festgeld oder auch bei Bundeswertpapieren finden.

Zudem wird in den Medien meistens dann besonders intensiv über die Wertpapiere berichtet, wenn es an den Börsen große Kursbewegungen in die eine oder andere Richtung gibt. Dies wiederum erweckt bei zahlreichen Verbrauchern den Anschein, dass die Kurse ständig Auf und Ab verlaufen, sodass ein Investment in Aktien schlichtweg riskant ist. Allerdings hängt das Risiko einer Aktien von einigen Faktoren ab, die der Anleger selbst zum Teil beeinflussen kann.

Risiko bei Aktien steuen und reduzieren

Bevor wir näher darauf eingehen, dass Aktien im Durchschnitt betrachtet bei Weitem nicht so riskant sind, wie es viele Anleger meinen, möchten wir gerne auf die prinzipiellen Risiken eines Investments in die Wertpapiere eingehen. Zunächst einmal gibt es die folgenden Risiken, die je nach Aktie auftreten können:

  • Emittentenrisiko
  • Kursrisiko
  • Ertragsrisiko
  • Währungsrisiko

Wenn Sie sich für eine bestimmte Aktie entscheiden, kann es durchaus passieren, dass diese mit allen vier genannten Risiken ausgestattet ist. Ein Währungsrisiko jedoch existiert zum Beispiel nur dann, wenn Sie eine nicht in Euro notierte Aktie wählen. Das Ertragsrisiko ist zwar vorhanden, allerdings auf der anderen Seite eine generelle Eigenschaft von Aktien. Im Gegensatz zu festverzinslichen Wertpapieren gibt es bei Aktien keine fest kalkulierbaren Erträge, denn weder Dividende noch Gewinne stehen im Vorhinein fest. Das Emittentenrisiko ist ohnehin bei den weitaus meisten Anlageformen vorhanden, selbst bei sicheren Staatsanleihen. Das Kursrisiko hängt wiederum bei Aktien von mehreren Faktoren ab und sinkt zum Beispiel – statistisch betrachtet – bei fortschreitender Haltedauer.

Während Kurs-, Ertrags- und Emittentenrisiko bei Aktien als gegeben hingenommen werden müssen, gibt es mehrere Einflussfaktoren, die sich vor allem auf das Kursrisiko auswirken. Ein ganz entscheidender Faktor ist hier zum Beispiel die Wahl der Aktien. Standardwerte, wie zum Beispiel die im DAX notierten Aktien, haben nämlich durchschnittlich ein deutlich geringeres Kursrisiko als kleine Nebenwerte, die vielleicht noch ausschließlich an ausländischen Börsen gehandelt werden. Mit der gezielten Selektion der Aktien kann der Anleger selbst also bereits einiges tun, um das Kursrisiko zu reduzieren. Ein weiterer Einflussfaktor ist definitiv die Laufzeit bzw. die Haltedauer.

Wen Sie zum Beispiel in der Vergangenheit DAX-Aktien im Depot hielten und zwischen Kauf und Verkauf mindestens 12 Jahren lagen, hätte es keinen einzigen Zeitraum seit 1987 (Einführung DAX) gegeben, in dem Sie Verluste erlitten hätten. Stattdessen ließen sich mit DAX-Aktien – ebenfalls im Durchschnitt betrachtet – in den letzten 30 Jahren Renditen von sieben bis acht Prozent per anno erzielen. Eine weitere Maßnahme, mittels derer Anleger das Kursrisiko zum Teil deutlich reduzieren können, ist die Diversifikation.

Bei Aktien ist es immer empfehlenswert, das Kapital auf mehrere Wertpapiere aufzuteilen. Die vorherige Analyse, insbesondere in Form der Fundamental- und der Chartanalyse, ist eine weitere Maßnahme, die dem Anleger dabei hilft, gezielt erfolgversprechende Aktien auswählen und somit ebenfalls das Risiko zu minimieren. Bei einem vorübergehenden – auch deutlicheren – Kursrückgang nicht in Panik geraten und die Wertpapiere zu verkaufen, insbesondere dann nicht, wenn man ohnehin einen langfristigen Anlagehorizont hat, ist eine weitere wichtige Maßnahme, die jeder Anleger ergreifen kann.

In der Übersicht sind es demzufolge die folgenden Maßnahmen, die in der Summe dazu führen können, dass das Risiko eines Aktien Investments deutlich verringert wird:
  • Gezielte Auswahl der Aktien
  • Analysemöglichkeit vor dem Kauf nutzen
  • Standardaktien haben geringeres Risiko
  • Anlagehorizont von mindestens 10 bis 12 Jahren
  • Keine voreiligen Verkäufe
  • Diversifikation

Aktien als rentable und flexible Geldanlage

Die durchschnittlich sehr gute Rendite, die bei Aktien zwischen sechs bis acht Prozent im Jahr beträgt, ist definitiv eine der größten Vorteile der Wertpapiere. Darüber hinaus ist das angelegte Kapital jederzeit verfügbar, denn Aktien können stets an der Börse wieder verkauft werden. Flexibel ist das Investment ohnehin, denn Sie haben eine Auswahl aus mehreren Tausend Aktienwerten. Darüber hinaus können Sie die Anteilscheine sowohl für ein einmaliges Investment als auch zum regelmäßigen Sparen nutzen. Viele Broker und einige Banken bieten mittlerweile Aktiensparpläne an, sodass die Wertpapiere sowohl für eine Spekulation als auch zum langfristigen Investment und regelmäßigen Sparen bestens geeignet sind.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Aktien in Deutschland eine teilweise massiv unterschätzte Anlageform sind, denn zum einen verfügen sie über einige Vorzüge. Zum anderen sind die Wertpapiere durch die entsprechenden Maßnahmen bei Weitem nicht so riskant, wie es bei nicht wenigen Anlegern und Sparern den Anschein hat.

RenditechanceRisikoFlexibilitätGebührenMehr Informationen
Banksparplanniedrig (~ 0,50 % )sehr niedrigniedrigmittel
Bausparensehr niedrig (~ 0,25 % )sehr niedrigniedrigmittelaktuell nicht empfohlen
ETF-Sparplanmittel (bis ~ 7,50 % )niedrighochniedrig
Fondssparplanhoch (bis ~ 10,00 % )mittelhochmittel
Aktiensparplanhoch (bis ~ 15,00 % )sehr hochhochmittel
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